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FR-4- und G10-Platinen

Überblick zu FR-4- und G10-Platinen

FR-4 und G10 sind die Entflammbarkeitsgradeinstufungen der National Electrical Manufacturers Association (NEMA), die Produkten zugewiesen sind, die aus Glasfasergewebe-Laminat, das mit einem Epoxid und Flammhemmern imprägniert ist, aufgebaut sind. Unter diesen Kennzeichnungen erzeugte Materialien werden häufig als gedruckte Leiterplatten (Printed Circuit Boards, PCB) genutzt und werden oft unter dem Namen Garolite® vermarktet. Die Laserbearbeitung von FR-4/G10 ist mit einem 9,3 µm oder einem 10,6 µm CO2-Laser möglich, wobei zwischen der von den beiden Wellenlängen erzeugten Qualität kein wesentlicher Unterschied besteht. Der 1,06 µm Faserlaser wird zum Schneiden dieses Materials nicht eingesetzt, da die Wellenlänge nicht ohne weiteres absorbiert wird. Das Laserschneiden von FR-4/G10 mit einem CO2-Laser erzeugt eine geschwärzte, karbonisierte Kante, die mit einem Lösungsmittel gesäubert werden kann. Das Lasermarkieren von FR-4/G10 mit einem CO2-Laser karbonisiert die Oberfläche des Epoxids, wobei eine dunkle sichtbare Markierung auf einem helleren umgebenden Substrat erzeugt wird. Das Lasermarkieren ist auch möglich, wenn sich auf der Oberfläche des Materials eine Lötstoppmaske befindet, da der Laser die Lötstoppmaske abtragen kann, um die darunterliegende Epoxid- oder Metallschicht freizulegen, falls diese für eine kontrastierende Markierung vorhanden ist. Das Lasergravieren wird normalerweise nicht empfohlen, da das Bearbeitungsverfahren eine erhebliche Verfärbung und Ablagerungen erzeugt.

Anwendbare Laserverfahren für FR-4- und G10-Platinen

Laserschneiden
Lasermarkieren