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ULS-Innovationen

Direkter Dateiimport

ULS-Lasersysteme zur Materialbearbeitung sind als Computerperipheriegeräte konzipiert. Die mit dem Lasersystem mitgelieferten Drucktreiber bieten die Möglichkeit, Designdateien zu drucken und sind mit vielen Softwareprogrammen von Grafikdesign bis hin zu CAD/CAM kompatibel. Dennoch kann es im Druckprozess zu gewissen Beschränkungen kommen, hauptsächlich aufgrund der Kommunikation. Um diese Beschränkungen zu umgehen, bietet ULS eine Option für den direkten Dateiimport an. Diese Funktion ermöglicht, bestimmte Grafik-Dateiformate (PDF/DXF/STL/G-Code) direkt in die Steuersoftware des Lasersystems zu importieren und damit den Druckprozess zu umgehen. Die Option für den direkten Dateiimport hat für den Anwender folgende Vorteile:

  • Verbesserte Flexibilität und Bedienkomfort
    Erlaubt dem Anwender, gebräuchliche Austauschformate von Designdateien zu importieren und somit Zeit zu sparen als auch potenzielle Fehler beim Setup und Erlernen von Drittanbieter-Grafiksoftware zu vermeiden.
  • Verbesserte Vektorverarbeitungsqualität
    Eliminiert das Downsampling von Vektordaten, das während des traditionellen Druckprozesses auftritt. Dies resultiert in einer höchstmöglichen Wiedergabetreue der ursprünglichen Designdatei. Downsampling ist der Prozess des Reduzierens der Abtastrate eines Signals. Dies erfolgt normalerweise, um die Datenrate oder die Datengröße zu verringern.
  • Verbesserte betriebssystemübergreifende Kompatibilität
    Designs, die am Mac und auf anderen Plattformen erstellt wurden, können in einem gemeinsamen Austauschformat gespeichert und in die Steuersoftware des Lasersystems importiert werden, ohne dass die ursprünglichen Dateien auf einem Windows-PC geöffnet und als Druckauftrag ausgegeben werden müssen.

Verbesserte Flexibilität und Bedienkomfort

Anwender können DXF- und PDF-Dateien direkt in die Steuersoftware aller ULS-Lasersysteme importieren. Zusätzlich zu diesen Formaten können XLS-Anwender auch Schnittflächen aus 3D-Modellen im STL-Format und G-Code-Dateien importieren.


DXF-Dateiformat


Der DXF-Importvorgang unterstützt nur Vektoren und überprüft eine DXF-Datei auf alle Vektordaten. Farbzuweisungen im DXF-Dateiformat bleiben erhalten und werden dazu verwendet, jedem Vektorpfad Prozessart und -einstellungen zuzuweisen. So können verschiedenfarbigen Vektorpfaden in der Designdatei unterschiedliche Prozesse und Einstellungen zugeordnet werden. Anwender können die Skalierung festlegen und ebenfalls ein Zentrieren des Designs auf der Bearbeitungsfläche erzwingen, um Probleme mit Koordinatensystemen im DXF-Dateiformat zu umgehen. Originaltreue Vektordaten werden an die Steuersoftware des Lasersystems übergeben, was beim Arbeiten mit 2D-CAD-Daten zu hoher Genauigkeit führt.


PDF-Dateiformat


Das PDF-Dateiformat unterstützt sowohl Raster- als auch Vektordaten. Farbzuweisungen im PDF-Dateiformat bleiben erhalten und werden dazu verwendet, sowohl Raster- als auch Vektordaten Prozessart und -einstellungen zuzuweisen. So können verschiedenfarbigen Vektorpfaden in der Designdatei unterschiedliche Prozesse und Einstellungen zugeordnet werden. Aufgrund der Unterstützung sowohl von Raster- als auch von Vektordaten ist das PDF-Dateiformat sehr vielseitig einsetzbar beim Import von Designs für Lasergravieren, -markieren und -schneiden.


STL-Dateiformat (nur XLS)


Das STL-Dateiformat ermöglicht Anwendern, Festkörpermodelle zu verwenden, so wie sie in den meisten Ingenieurs- und Produktentwicklungsumgebungen gebräuchlich sind. Über eine Benutzerschnittstelle im Importvorgang können Anwender ein Festkörpermodell ansehen, rotieren und eine Schnittebene erstellen. Diese generiert ein Vektor-Querprofil des Festkörpermodells, das für den Vektorschnitt oder die Markierung geeignet ist. Das Arbeiten mit Festkörpermodellen ist dadurch intuitiv und einfach für Laseranwender.


G-Code-Dateiformat (nur XLS)


Das G-Code-Format enthält Befehle, die üblicherweise an CNC-Maschinen geschickt werden. Die Importsoftware für G-Code extrahiert die Vektordaten aus der G-Code-Datei und erstellt eine Datei für das Vektorschneiden und Markieren mit einem Lasersystem. Bereits getätigte Investitionen in CAM-Software für CNC-Maschinenbearbeitung sind nicht verloren und können weiter genutzt werden, um Dateien für die Lasermaterialbearbeitung zu erstellen.


Durch die oben beschriebene große Auswahl an Dateiformaten erhalten Anwender die Flexibilität, sehr viele verschiedene Software-Programme zu nutzen - von Grafiksoftware und 2D-CAD-Software bis hin zur neuesten Festkörper-Modellierungssoftware und sogar Maschinencodes. Ebenso können mit Hilfe des Importvorgangs gebräuchliche Austauschformate eingesetzt werden, um auch solche Designs zu verarbeiten, die mit einer Software erzeugt wurden, die dem Bedienpersonal nicht zur Verfügung steht oder in der es nicht geschult ist. Aufgrund des direkten Dateiimports kann Laserbearbeitung nahtloser in den Arbeitsablauf eines Unternehmens integriert werden. Auch werden die für Softwareschulungen erforderlichen Unterbrechungen reduziert.

Direktimport, Schneidwerkzeug

Bildschirmfoto, zeigt Schneidwerkzeug zum Einbringen von Querprofilen von Festkörpermodellen

Verbesserte Vektorverarbeitungsqualität

Da der Druckprozess vom Betriebssystem des PCs kontrolliert wird, besitzt dieser Prozess diverse Einschränkungen für Laseranwender. Das Betriebssystem erfordert vom Anwender, eine feste Auflösung für den Druckvorgang auszuwählen. Diese Auflösung dient der Kontrolle des Rasterprozesses. Sie definiert die Anzahl von Zeilen pro Zoll für Rastergravur und -markierung. Je nach erforderlichem Durchsatz und benötigter Bildqualität stehen verschiedene Auflösungen zur Auswahl. Niedrigere Auflösungen verringern die Anzahl von Rasterdurchläufen, die für die Gravur oder Markierung des Designs nötig sind, was wiederum den Durchsatz erhöht. Niedrigere Auflösungen wirken sich allerdings nachteilig auf die Qualität der Vektordaten aus, ohne jedoch den Vektordurchsatz zu erhöhen.


Mithilfe des direkten Dateiimports kann die Auflösung von Rasterdaten unterschiedlich von der Auflösung von Vektordaten sein. Beim Import der Designdateien kann der Anwender eine Bildauflösung für die Rasterdaten auswählen und so den Durchsatz für Raster steuern, ganz unabhängig von der Vektorauflösung. Die Import-Engine wendet die gewählte Auflösung auf alle Rasterdaten an und gewährleistet gleichzeitig die höchstmögliche Originalität der Vektordaten. Der große Vorteil besteht darin, dass die bestmögliche Vektorqualität für Laserschneiden und Lasermarkieren erzielt wird, während der Durchsatz von Rasterdaten optimiert ist. Es sind keine Kompromisse notwendig.


Eine weitere Einschränkung des Druckvorgangs ist, dass die Print-Engine des Betriebssystems Kurven, Schnitte und andere nichtlineare Elemente in Muster aus kleinen Liniensegmenten, genannt Polylinien, umwandelt. Ein Kreis kann beispielsweise in mehrere kleine Liniensegmente in Form eines Polygons umgewandelt werden, wie in der unteren Abbildung dargestellt. Der Importvorgang hebt diese Einschränkung auf, indem die echten Kreis-, Bogen- und Kurvendaten direkt an die Steuersoftware des Lasersystems ausgegeben werden. Das Lasersystem kann nun Markierungen und Gravuren produzieren, die näher am Original sind und somit die Qualität der Lasermaterialbearbeitung verbessern.

Direktimport, Kreis-Rendering

Illustration, zeigt das Polygon-Rendering eines Kreises

Verbesserte betriebssystemübergreifende Kompatibilität

Ein weiterer Vorteil der Option zum direkten Dateiimport ist, dass Vorlagen auf nicht-Windows-basierten PCs, wie etwa Mac oder Linux, erstellt werden können. Anwender können Designsoftware auf dem Betriebssystem ihrer Wahl verwenden, ohne die Designdatei erneut auf einem Windows-PC öffnen und als Druckauftrag an das Lasersystem ausgeben zu müssen. Die Designdatei wird einfach in einem der unterstützten Austauschformate gespeichert und direkt in die Steuersoftware importiert. Der Nutzen für den Anwender besteht darin, dass die Erstellung von Designs betriebssystemübergreifend erfolgen kann. Er kann Designs für die Lasermaterialbearbeitung auf dem Computer und Betriebssystem seiner Wahl erstellen.